Kooperation

Foto: Anika Büssemeier

Das Brücke-Museum versteht sich als offener Ort, an dem Kunst- und Kulturbegriffe wie auch soziale Fragen diskutiert, erprobt und erforscht werden können. Als lernende Institution ist das Museum auf Perspektiven, Wissen, Erfahrungen und Erinnerungen verschiedener Personen und Interessengruppen angewiesen. Aus diesem Grund arbeitet das Brücke-Museum mit unterschiedlichsten Partner*innen zusammen. 

Kontaktieren Sie uns gerne mit Ihren Ideen und Anregungen für weitere Projekte.

Kooperation

Kunstdidaktik anders denken – Museum
Hochschulkooperation

Laufzeit: Oktober 2019 – März 2020

Gemeinsam mit dem Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung der UdK Berlin werden in diesem Seminar Formen der Kunstdidaktik in Verbindung mit dem für den Kunstunterricht besonders bedeutenden außerschulischen Lernort Museum besprochen und erfahrbar gemacht.

Im Speziellen werden anhand von zu erforschenden individuellen Zugängen zum Museum als (Selbst-)Bildungsort kunstdidaktische Perspektiven entworfen und diskutiert.

Universität der Künste: Conrad Rodenberg
Brücke-Museum: Daniela Bystron

Kooperation

Neu vorgestellt: Das Brücke-Museum. Konzepte für eine aktuelle Sammlungspräsentation
Hochschulkooperation

Laufzeit: Oktober 2019 – März 2020

Seit 2017 steht das Brücke Museum unter einer neuen Leitung. Zukünftig soll der Blick auf die Hauskünstler Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller und deren Kollegen aktualisiert und in der Gegenwart verankert werden. Hierfür strebt das Museum eine enge Kooperation mit Wissenschaftler*innen und Künstler*innen an. Schon die ersten Sonderausstellungen zeigen, dass noch viele Forschungsfragen offengeblieben sind, nachdem seit Gründung des Museums im Jahr 1967 die stilistische Entwicklung des Brücke-Expressionismus im Vordergrund stand.

Aus diesem Desiderat heraus ist das Projektseminar nah an der Praxis musealer Tätigkeitsfelder konzipiert. Die Teilnehmer*innen werden in die Geschichte der Brücke-Kunst sowie in das kuratorische Arbeiten mit Museumsbeständen und in die internationalen Diskurse dazu durch Meike Hoffmann (Kunsthistorisches Institut, Freie Universität Berlin), Lisa Marei Schmidt (Direktorin, Brücke-Museum) und Daniela Bystron (Kuratorin für Outreach, Brücke-Museum) eingeführt. Auf dieser Grundlage entwickeln die Teilnehmer*innen Konzepte zur Präsentation und Vermittlung einzelner Werkgruppen aus der Sammlung des Brücke-Museums.

Freie Universität Berlin: Dr. Meike Hoffmann
Brücke-Museum: Daniela Bystron, Lisa Marei Schmidt

Kooperation, Schule

„Unter Umständen unbeantwortbar“ Schüler*innen-zentrierte Forschung im Brücke-Museum
Schulkooperation

Laufzeit: September 2018–August 2019

Was hat die Künstlergruppe Brücke mit Heute zu tun? Was haben deren Werke mit dem Alltag Jugendlicher zu tun? Gibt es soziale, politische Analogien zur Gegenwart? Wie lässt sich die Brücke-Kunst in Berlin neu verorten? Welche bisher nicht vorhandenen Perspektiven lassen sich im Museum ergänzen? Wie können sich Jugendliche ins Museum mit ihren Fragen, Ideen und Sichtweisen einmischen?

Für diese und weitere Fragen wählen wir ein prozessorientiertes, schüler*innen-zentriertes, partizipatives Format, das der Museumspraxis sehr nahe steht: Forschung betreiben, Fragen stellen, Methoden und Strategien einer möglichen Beantwortung suchen, Expert*innen einladen, Interviews führen. Bewusst stellt Unter Umständen unbeantwortbar die Entwicklung persönlicher Fragen, orientiert an biografischem und kulturellem Background, persönlichen Interessen und Abneigungen an den Anfang. Danach unterstützen Museums-Mitarbeiter*innen, Lehrer*innen und von den Schüler*innen selbst eingeladene Expert*innen die Forschungsfragen der Schüler*innen.  

Unter Umständen unbeantwortbar nimmt Fragen in den Fokus, und lässt deren Beantwortung offen – jenseits von richtig und falsch. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Lernen mit Fragen beginnt. Insbesondere die Institutionen Museum und Schule, die traditionell für kanonisiertes Wissen stehen, möchten wir vor einem fließenden, kritischen Wissensbegriff befragen. So geben wir Jugendlichen Vertrauen, ihre Fragen ernst zu nehmen und ihnen mit eigenen, kreativen Strategien nachzugehen.

Kurt-Tucholsky-Schule Berlin: Grit Wöhlert
Projektleitung: Daniela Bystron, Nora Hogrefe
Künstler*innen: Karen Winzer und Markus Strieder, unterstützt von Patrick Lindhof (Film) und Anika Büssemeier (Fotografie)

Gefördert durch den Projektfonds für kulturelle Bildung Berlin

Kooperation

Für morgen. Künstlerische Interventionen im Museum
Hochschulkooperation

Laufzeit: April–Juli 2019

Fragen zum Kanon, zu Codes und zum (Ver-)Lernen

Ziel des Seminar-Projekts „Für Morgen. Künstlerische Interventionen im Museum” ist die gemeinsame Untersuchung künstlerisch-experimenteller Ansätze der (Ver-)Mittlung im Kontext zeitgenössischer Kunst und der klassischen Moderne. Dabei soll analysiert werden, ob und wie unterschiedliche Perspektiven und kulturelle Erfahrungen verschiedener Netzwerke und lokaler Nachbarschaften in Vermittlungsprozessen über den kulturellen Kanon einer Gesellschaft eingebracht werden können. Daran anknüpfend entwickeln die Teilnehmer*innen aus ihrer jeweiligen fachlichen Expertise heraus eigene künstlerische Entwürfe für eine künstlerische Intervention im Brücke-Museum und setzen diese um.

Abschluss mit künstlerischen Interventionen im Brücke-Museum: 10. Juli 2019, 17–21 Uhr 

Kunsthochschule Weißensee: Prof. Mona Jas
Brücke-Museum: Daniela Bystron

Kooperation

Weltoffenes Berlin
Stipendium

Laufzeit: Mai 2018–Mai 2019

Berlin bietet vor dem Hintergrund globaler Migrationsbewegungen und zunehmender Bedrohung künstlerischer Freiheit vielen gefährdeten Kunst- und Kulturschaffenden eine neue Heimat. Die vom Berliner Senat ins Leben gerufene Initiative Weltoffenes Berlin fördert Künstler*innen jährlich mit einem Stipendium. Das Brücke-Museum arbeitet im Rahmen des Fellowships mit dem Künstler Kamal Sallat zusammen, der sich mit dem Kunstwerk „Das Fischerboot“ von Max Pechstein (1913) auseinandersetzt. Damit kontextualisiert er eine wichtige Arbeit der Sammlung des Brücke-Museums neu und wirft einen sehr persönlichen Blick auf dieses Werk. Im Laufe seines Projektes werden ein Malereizyklus und ein dokumentarischer Film entstehen. 

Stipendiat: Kamal Sallat
Brücke-Museum: Lisa Marei Schmidt, Daniela Bystron

Kooperation

Kuratieren von Ausstellungen. Fokus: Sexismus und Rassismus
Hochschulkooperation

Laufzeit: April 2018–Juli 2018

Erstmals arbeitet das Brücke-Museum mit dem Studiengang Museologie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zusammen. In dem Kurs werden grundlegende einführende Gedanken und Fertigkeiten des Kuratierens theoretisch und praktisch vermittelt. Die Studierenden erhalten erste Einblicke in das Kuratieren, die Programmkonzeption, unterschiedliche disziplinäre Ansätze des Sammelns und Ausstellens, gestalterische Ideenentwicklung und in die Erarbeitung von Ausstellungsnarrativen sowie Formen der Vermittlung. In Kleingruppen erarbeiten die Studierenden eine Intervention zur Sammlungspräsentation mit diskriminierungskritischen Ansätzen zu den Themen Sexismus und Rassismus.

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin: Prof. Susan Kamel
Brücke-Museum: Daniela Bystron