Digital

Das Brücke-Museum möchte Sie auch digital/hybrid an unseren Veranstaltungen teilhaben lassen. Einige Veranstaltungen, die vor Ort im Brücke-Museum stattfinden, werden aufgenommen und für Sie auf Youtube  gestellt. Sie können die Formate hier teils live verfolgen oder sich im Nachhinein als Video anschauen. Einige Veranstaltungen finden live über die Plattform Zoom statt. Anmeldungsmöglichkeiten oder Direktlinks hierzu finden Sie jeweils im Kalender.

Digital

Gespräch
Millis Erwachen mit Natasha A. Kelly

Millis Erwachen: Filmscreening und Vortrag mit Natasha A. Kelly in der Ausstellung Whose Expression? im Brücke-Museum, moderiert von Daniela Bystron.

Nadu (Jahrgang 1955), Maskenherstellerin, Naomi (Jahrgang 1965), Schauspielerin, oder Maciré (Jahrgang 1995), Studentin sind drei von acht Protagonistinnen, die die Gemeinsamkeit haben als Schwarze Frauen* ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland zu haben und im Kunstkontext tätig zu sein. Ihre biographischen Erzählungen zeigen, inwieweit die Beschäftigung mit Kunst, in all ihren Ausprägungsformen, als »Heilmittel« dienen kann, gelebte emotionale Isolation und gesellschaftliche Unterdrückung zu lindern. Denn Schwarze Frauen* wurden seit jeher durch den weißen männlichen Blick erotisiert und exotisiert. In den als „Klassiker“ geltenden Werken vieler Expressionisten wurden sie lediglich als „Objekte der Begierde“ abgebildet. Der Maler Ernst Ludwig Kirchner beispielsweise suchte zur Blütezeit des deutschen Kolonialismus weniger die Anatomie des Frauen*körpers zu erforschen. Vielmehr ging es ihm darum, über die vermeintliche „Naturgebundenheit“ seiner Motive seine eigene Mannes*kraft zu spüren. 1911 malte er die Schlafende Milli nackt auf einer Couch liegend. Als Inspirationsquelle ließ er nur die eigene Potenz gelten. Während zahlreiche Kunsthistoriker*innen neben der Ästhetik auch die Sexualfantasien von Kirchner in den Fokus ihrer Analysen nehmen, taucht der Film in die Gedanken- und Gefühlswelt seiner „Muse“ ein und lässt Milli sinnbildlich erwachen. In Interviews mit der Filmemacherin Natasha A. Kelly kommen Schwarze Kunstschaffende verschiedener Generationen zu Wort, die in und durch ihre künstlerische Arbeit die gängigen kolonialtradierten Stereotype überwunden und ihre eigene selbstbestimmte Identität als Schwarze Frauen* innerhalb der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft ausgeformt haben. Sie berichten von ihren Herausforderungen in und mit deutschen Kunstinstitutionen, von visueller Repräsentation und politischer und sozialer Ausgrenzung. Wo lässt sich auf ihren Erfahrungen aufbauen? Welche Strategien können zusammengebracht werden? Welche müssen neu gedacht werden? Kunst bildet damit nicht nur die Architektur des Films, sondern wird auch als Grundstein für den sozialen und politischen Aktionismus der Projektbeteiligten dargestellt. In der gleichnamigen, zweisprachigen Publikation werden die geführten Interviews in ihrer vollen Länge abgedruckt. Ziel ist es, die Bedeutung künstlerischen Schaffens aus einer Schwarzen feministischen Perspektive aufzuzeigen.

 

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Gespräch
What is Unseen Cannot Be Broken von Saba Innab [EN]

Vortrag am 3.5.22 von Saba Innab über die Ausstellung Transition Exhibition im Kunsthaus Dahlem. Die Künstlerin wird ihr Display durch einen Beitrag zum Thema Abstraktion im Zusammenhang mit dem dekolonialen Diskurs aktivieren.


Die multidisziplinäre Praxis der palästinensisch-jordanischen Architektin, Künstlerin und Stadtforscherin Saba Innab (1980) umfasst historische Recherchen, Zeichnungen, Kartierungen, Modellbau und räumliche Interventionen. Innab erforscht Schwebezustände zwischen Zeitlichkeit und Dauer und beschäftigt sich mit variablen Begriffen von Wohnen und Bauen und deren politischen, räumlichen und poetischen Implikationen in Sprache und Architektur. Zu den jüngsten Ausstellungen gehören: 57th edition of Carnegie International, Carnegie Museum, Pittsburgh, 2018; Biennale d’Architecture d’Orléans, Frac Centre-Val de Loire, Orléans, 2017; Marrakech Biennial, Marrakech, 2016, und ihre jüngsten Einzelausstellungen umfassen: Station Point, ifa-Galerie, Berlin, 2019; Al Rahhalah, Marfa’, Beirut, 2016. Innab war DAAD-Stipendiatin in Berlin für die Jahre 2020-2021.

 

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Digital

Gespräch
Über das Center of Unfinished Business

Über das Center of Unfinished Business: Ein Gespräch mit Julia Grosse und Yvette Mutumba (C&)

Julia Grosse und Yvette Mutumba haben das Brücke-Museum während seiner Beschäftigung mit dem Thema Kolonialismus als Expertinnen begleitet. Das Museum hat sie eingeladen, die Ausstellung Whose Expression? Die Künstler der Brücke im kolonialen Kontext mit ihrem Center for Unfinished Business um eine kritische und zeitgenössische Stimme zu erweitern. Zudem haben die beiden in ihrer Funktion als Lehrende des Instituts für Kunst im Kontext an der UdK Berlin das Seminar Kolonialismus und die Künstlergruppe Brücke geleitet, in dem sie sich theoretisch mit dem Thema auseinandersetzten. Es entstanden künstlerische Interventionen der Studierenden im Rahmen des Begleitprogramms von Whose Expression?.

Julia Grosse und Yvette Mutumba stellen in Ihrem Talk das Center for Unfinished Business vor. Moderation: Daniela Bystron, Kuratorin für Outreach, Brücke-Museum

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Digital

Gespräch
Momente der Beunruhigung. Zur Re-Aktivierung kolonialer Sammlungen

Momente der Unruhe: Gespräch in der Ausstellung Transition Exhibition im Kunsthaus Dahlem [DE] 

In der Debatte um belastetes koloniales Erbe ist zunehmend deutlich geworden, dass nicht nur in ethnologischen Museen, sondern auch in Künstlernachlässen Sammlungsbestände aus kolonialen Kontexten zu finden sind. Auch Karl Schmidt-Rottluff legte eine Sammlung von circa 100 rituellen und alltäglichen „Subjekt/Objekten“ (Felwine Sarr) an. Er sammelte sie nach persönlichen Maßstäben, aufgrund ihrer formalen Schönheit und vermeintlichen Ursprünglichkeit und integrierte sie teilweise in seine Gemälde. Nach Karl Schmidt-Rottluffs Tod wurden sie nach wissenschaftlichen Standards kategorisiert und im Depot stillgestellt. Die Sammlung zeugt nicht nur von der Erweiterung des eurozentrischen Horizonts, sondern auch von der Geschichte kolonialer Aneignung und der willkürlichen Überschreibung ehemaliger Bedeutungen. Wie lässt sich im Dialog mit den sogenannten Herkunftsgesellschaften ein neuer Umgang mit diesen Dingen finden? Inwieweit können partizipative digitale Formate koloniale sprachliche Konventionen und Hierarchisierungen unterlaufen? Wie lassen sich die „Subjekt/Objekte“, aber auch die Institutionen selbst in „Beunruhigung“ versetzten? Wie kann der transformative Moment der Unruhe produktiv gemacht werden: für öffentliche Kritik, aber auch für neue Formen der Kooperation, dialogische Forschungs- und Ausstellungsformate und schließlich für Restitutionen? 

Ein Gespräch mit Agustina Andreoletti (Digitales Outreach, Rautenstrauch-Joest Museum, Köln), Julia Binter (Postkoloniale Provenienzforschung, Zentralarchiv Staatliche Museen zu Berlin), Anna Brus (Mitarbeiterin Brücke-Museum Digitalisierungsprojekt & Universität zu Köln), Michi Knecht (Ethnologin, Contradiction Studies, Universität Bremen), Ohiniko Mawussé Toffa (Missions- und Kolonialhistoriker, Staatliche Kunstsammlungen Dresden) & Nanette Snoep (Direktorin Rautenstrauch-Joest Museum Köln)

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Gespräch
Rabaul, Rakaia, Na Ta (The Mangrove, The Volcanoes, The Deep Ocean)

Rabaul, Rakaia, Na Ta (The Mangrove, The Volcanoes, The Deep Ocean)

Künstlerinnengespräch mit Lisa Hilli in der Ausstellung Transition Exhibition im Kunsthaus Dahlem, moderiert von Paz Guevara.

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