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Werner Düttmann
Berlin. Bau. Werk

Der Berliner Architekt und Stadtplaner Werner Düttmann wäre am 6. März 2021 hundert Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum soll durch die großangelegte Ausstellung Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk gewürdigt werden. Als Architekt, Senatsbaudirektor (1960–66), Professor an der Technischen Universität Berlin (1966–70) und Präsident der Akademie der Künste, Berlin (1971–83) war Düttmann zu Lebzeiten eine der zentralen Persönlichkeiten im Stadt- und Kulturleben von West-Berlin. Wirkmächtig prägte er in seinen unterschiedlichen Funktionen das Gesicht und die Struktur dieser Stadt – von Reinickendorf bis nach Dahlem, von Neukölln bis nach Spandau. Das Spektrum seiner Arbeiten umfasst dabei Wohn- und Kulturbauten, öffentliche Plätze, Gemeinschafts- und Verkehrsbauten.

Ganz im Sinne der äußerst kommunikativen Persönlichkeit Düttmanns ist das Projekt netzwerkartig angelegt. Rund 30 seiner heute noch existierenden Bauten und Plätze in Berlin werden in die Ausstellung aktiv einbezogen und als „real size“-Objekte kostenlos vor Ort erfahrbar gemacht. Neben der Akademie der Künste im Hansa-Viertel und der Hansabücherei zählen hierzu unter anderem die Verkehrskanzel am Ku’Damm und der Ernst-Reuter-Platz, die Kirchen St. Agnes/Galerie König in Kreuzberg und St. Martin im Märkischen Viertel sowie die dortigen Wohnbauten des Architekten und die U-Bahnhöfe entlang der U7 Blaschkoallee, Parchimer Allee und Britz-Süd.

Die Präsentation im Brücke-Museum bietet einen chronologischen Überblick über alle Berliner Gebäude und gibt so Impulse, die Bauten und den Stadtraum aktiv zu entdecken. Sie stellt ferner Düttmanns wenig bekannte künstlerischen Anfänge vor, ebenso wie Teile seiner eklektischen Kunstsammlung. Nicht zuletzt würdigt die Präsentation das Brücke-Museum selbst als Gebäude und als vorbildlichen Raum für Kunst. Ein Ausstellungsraum wird dafür in den historischen Zustand zurückgeführt und ausgewählte Meisterwerke der Sammlung in der ursprünglichen Hängung gezeigt.

Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk ist eine Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin, dem Landesdenkmalamt Berlin und der Technischen Universität Berlin. Ein umfassender Katalog erscheint im Wasmuth & Zohlen Verlag in deutscher und englischer Sprache.


Die Ausstellung wird gefördert durch die LOTTO-Stiftung Berlin und den Hauptstadtkulturfonds.


Die Publikation wird gefördert durch die Wüstenrot Stiftung.