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Kunst Hand Werk Brücke

Von dem Bett, das Ernst Ludwig Kirchner aufwendig schnitzte, über ein Kissen, das Karl Schmidt-Rottluff mit abstrakten Formen nähte, bis zu einem aus Silberblech gehauenen Pfau auf einer Brosche Erich Heckels – der Gestaltungswillen der Brücke-Künstler kannte keine Grenzen. Neben Malerei, Zeichnung und Druckgrafik, schufen sie zeitlebens auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Auch im Kunsthandwerk zeigt sich der charakteristische Stil der Brücke: Schnell, direkt und die Lust am Experiment.

Das Brücke-Museum widmet diesem nahezu unbekannten Bereich des künstlerischen Schaffens der Künstler der Brücke nun erstmals eine umfassende Ausstellung: Zu sehen sind über 170 Werke, basierend auf dem großen Bestand des Brücke-Museums und ergänzt um zahlreiche herausragende Leihgaben. Die Präsentation nähert sich dem Thema über die verwendeten Materialien Holz, Metall und Textil und rückt Herstellungsprozesse und Entstehungskontexte in den Fokus.  Die Ausstellungsgestaltungen von Andrea Faraguna, Jerszy Seymour und Kasia Fudakowski zusammen mit Santiago da Silva eröffnen neue Dialoge mit der angewandten Kunst der Brücke.

Begleitend zur Ausstellung erscheinen ein umfangreicher Katalog und zwei limitierte Brücke-Editionen: Eine Kette der Goldschmiedin Elisabeth Schotte sowie eine von Kasia Fudakowski und Santiago da Silva gestaltete Tasche sind exklusiv im Museumsshop erhältlich.


Die Ausstellung reist im Anschluss in die Kunstmuseen Krefeld, wo sie vom 4. Oktober 2026 bis 7. März 2027 gezeigt wird. Sie wird ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds, die Ferdinand-Möller-Stiftung und die Kulturstiftung der Länder.