Fortbildung
Israel/Palästina und die Deutsche Staatsräson
15.00 – 18.00 Uhr
Fortbildung mit Ahmad Dakhnous (politischer Bildner, Nicht Einfach-Team) und Johanna Voß (Bildungsreferentin)
Im Workshop beleuchten wir einen Bruchteil des breiten Themas Israel-Palästina. Wir reflektieren gemeinsam, wie unsere Perspektiven auf Palästina-Israel entstanden sind und schaffen Raum für ruhige und mutige Diskussionen über Fragen zum deutschen Umgang mit Israel-Palästina heute: Was sind Dynamiken des deutschen Diskurses über Palästina-Israel? Und was bedeutet eigentlich deutsche Staatsräson? Zudem wird es Raum für eure Fragen geben. Wir werden versuchen, die historischen und gesellschaftspolitischen Bedingungen, die den Umgang mit Israel und Palästina in Deutschland prägen, zu systematisieren und kritisch einzuordnen.Die Fortbildung wendet sich an alle Menschen, die Interesse an dem Thema haben. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.
Ahmad Dakhnous (er/ihm) ist Politologe und Referent der politischen Bildung. Er arbeitet mit Multiplikator*innen zum Thema Israel/Palästina sowie dessen Verhandlung und Repräsentation in Deutschland, beispielsweise mit Schüler*innen im Rahmen des Projekts Trialog. Zudem organisiert er gemeinsam mit Johanna Voß das Projekt Denkwerkstatt – Kritische politische Bildung zu Palästina und Israel nach dem 7. Oktober. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Rassismus und Antisemitismus, Menschenrechte, Flucht und Migration sowie Erinnerungspolitik. Ahmad Dakhnous hat als Teil des Nicht Einfach-Expert*innen-Teams die Inhalte dieser Veranstaltung konzipiert.
Johanna Voß (sie/ihr) ist freiberufliche politische Bildnerin mit einem Fokus auf Diskriminierungskritik. Sie hat in Bremen Integrierte Europastudien, in Haifa das Honors Program for Peace and Conflict Studies und in Berlin Public History studiert. Besonders interessiert sie sich für feministische und intersektionale Ansätze in der politischen Bildung, die Geschichte und Gegenwart Palästinas und Israels und das Zusammendenken Rassismus- und antisemitismuskritischer Bildungsansätze.
Diese Veranstaltung ist Teil des pluralistischen Diskursprogramms Nicht Einfach: Das Programm lädt zum Austausch über plurale Perspektiven im gegenwärtigen deutschen Erinnerungsdiskurs und gesellschaftlichen Miteinander ein. Ausgehend vom Werk und Leben der Künstlerin Irma Stern (1894–1966) werden die Verschränkungen von Antisemitismus, Kolonialismus und Rassismus in ihrer Komplexität thematisiert. Das Programm regt dazu an, den Blick auf Sterns ambivalente Erfahrungen zwischen Verfolgung und Exil als jüdische deutsche Frau sowie ihre Privilegien als weiße Südafrikanerin zu erweitern.
Entwickelt von Ahmad Dakhnous, Tahir Della, Anna Yeboah und Yehudit Yinhar, und begleitet von Pegah Byroum-Wand und Daniela Bystron.
Aufgrund begrenzter Teilnehmer*innen-Zahl bitten wir hier um eine Anmeldung. Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen ist im Museumseintritt enthalten. Treffpunkt: Kasse im Foyer.