Diskussion, Gespräch
Tischtalk Nicht Einfach
Gemeinsamer Rundgang eine Stunde vorher
17.00 Uhr
Expert*innen-Gespräch mit Ahmad Dakhnous, Tahir Della, Yehudit Yinhar & Anna Yeboah
Moderation: Pegah Byroum-Wand
Das Expert*innen-Team – Ahmad Dakhnous, Tahir Della, Anna Yeboah und Yehudit Yinhar – des pluralistischen Diskursprojekts Nicht Einfach gibt Einblick in die Entwicklung des Programms und den Vermittlungsraum in der Ausstellung. Pegah Byroum-Wand, die das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, wird das Gespräch moderieren.
Um 16 Uhr gibt es die Möglichkeit, Irma Sterns Werke in einem öffentlichen Rundgang kennezulernen.
Die Ausstellung Irma Stern. Eine Künsterlin der Moderne zwischen Kapstadt und Berlin und ihre Kontexte sind Ausgangspunkt für das pluralistische Projekt Nicht Einfach, bei dem wir uns als Expert*innen-Team gemeinsam Gedanken über Erinnerungskultur und gesellschaftliches Miteinander machen und Raum für das Aushalten von Ambiguitäten schaffen. Räume für das Zusammendenken von Antisemitismus, Kolonialismus und Rassismus zu öffnen, gehört aus unserer Sicht zu einem solidarischen Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Will man Irma Stern, Zeitgenossin der Brücke-Künstler, heute verstehen, sollten genau diese historischen und gewaltvollen Kontexte diskutiert und mit der Gegenwart verbunden werden. Auf dem Tisch in der Ausstellung haben wir acht Begriffe aus unserer Auseinandersetzung mit Sterns Biografie durch Glossarbeiträge, Reflexionsfragen, Zitate, Bilder, Kommentare und Videos vertieft. Im Begleitprogramm laden wir ab September in Fortbildungen, Diskussionen, künstlerischen Workshops und Stadtrundgängen zum Austausch ein.
Ahmad Dakhnous (er/ihm) ist Politologe und Referent der politischen Bildung. Er arbeitet zum Thema Israel/Palästina sowie dessen Verhandlung und Repräsentation in Deutschland.
Tahir Della (er/ihm) ist Aktivist der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. (ISD) und arbeitetet an Projekten zur deutschen und europäischen Kolonialgeschichte sowie Dekolonisierung.
Anna Yeboah (sie/ihr) ist Architektin und Kuratorin. In ihren interdisziplinären Projekten befasst sie sich mit Machtsystemen im gebauten Raum, Erinnerungskultur und der Dekolonisierung von Bau- und Kulturpraxis.
Yehudit Yinhar (sie/ihr) ist Künstlerin und Aktivistin. In ihrer Arbeit verbindet sie künstlerische Forschung, Archivarbeit und politische Interventionen.
Pegah Byroum-Wand (sie/ihr) arbeitet aus wissenschaftlicher und machtkritischer Perspektive zu Museen und Aktivismus sowie diversitätsorientierter Organisationsentwicklung.
Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen ist im Museumseintritt enthalten. Es ist keine Voranmeldung nötig.