17.00 – 19.00 Uhr
Mit Danielle Schwartz (Filmemacherin) und Yehudit Yinhar (Moderation / Künstlerin, Expertin Nicht Einfach-Team)
An diesem Abend zeigen wir den dokumentarischen Kurzfilm Mirror Image (Spiegelbild) von Danielle Schwartz und laden danach zu einem Gespräch mit der Filmemacherin ein.
Der preisgekrönte Kurz-Dokumentarfilm begleitet ein Gespräch zwischen einer Enkelin und ihren jüdisch-israelischen Großeltern. Ausgehend von einem alten Spiegel entfaltet sich eine Auseinandersetzung mit familiären Erinnerungen und Geschichten aus dem Krieg von 1948. Spiegelbild ist eine intime Reflexion über Erinnerung und Identität und stellt die Frage, wie Geschichte geschrieben, weitergegeben und verhandelt wird.
Der Film ist 11 Minuten lang, auf Hebräisch mit englischen und deutschen Untertiteln. Das anschließende Gespräch findet auf Englisch statt. Eine deutsche Übersetzung wird angeboten.
Mirror Image: Kurz-Dokumentarfilm, 11 Min., Israel 2013, von Danielle Schwartz
Mehr Informationen zum Film: https://linktr.ee/mirror.image
Danielle Schwartz (sie/ihr) ist eine israelische Filmemacherin, Forscherin und Aktivistin, die in Deutschland lebt. Sie studierte Literatur (Tel Aviv University and the University of Chicago) und Kulturwissenschaften (Hebrew University of Jerusalem). Ihre Forschungsarbeit über die filmische Darstellung palästinensischer Ruinen im israelischen Kino wurde weltweit veröffentlicht und präsentiert. Mirror Image (Spiegelbild), ihr erster Film, gewann den Van Leer Award für den besten Kurz-Dokumentarfilm beim Jerusalem Film Festival, wurde beim DOC NYC Film Festival als bester Kurz-Dokumentarfilm nominiert und wird international gezeigt.
Yehudit Yinhar (sie/ihr) ist Künstlerin und Aktivistin. Sie studierte Bildende Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sowie am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin. In ihrer Arbeit verbindet sie künstlerische Forschung, Archivarbeit und politische Interventionen. Yehudit Yinhar hat als Teil des Nicht Einfach-Expert*innen-Teams die Inhalte dieser Veranstaltung gemeinsam mit der Künstlerin konzipiert.
Diese Veranstaltung ist Teil des pluralistischen Diskursprogramms Nicht Einfach: Das Programm lädt zum Austausch über plurale Perspektiven im gegenwärtigen deutschen Erinnerungsdiskurs und gesellschaftlichen Miteinander ein. Ausgehend vom Werk und Leben der Künstlerin Irma Stern (1894–1966) werden die Verschränkungen von Antisemitismus, Kolonialismus und Rassismus in ihrer Komplexität thematisiert. Das Programm regt dazu an, den Blick auf Sterns ambivalente Erfahrungen zwischen Verfolgung und Exil als jüdische deutsche Frau sowie ihre Privilegien als weiße Südafrikanerin zu erweitern.
Entwickelt von Ahmad Dakhnous, Tahir Della, Anna Yeboah und Yehudit Yinhar, und begleitet von Pegah Byroum-Wand und Daniela Bystron.
Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen ist im Museumseintritt enthalten. Es ist keine Voranmeldung nötig.