Diskussion, Digital

Tischgespräch: Aufgaben eines Museums

Mit Alina Gromova (Leiterin des Bereichs Sammlungen und Ausstellungen, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum), Christine Gerbich (Soziologin und Museumswissenschaftlerin, Berlin) und Daniela Bystron (Kuratorin für Outreach, Brücke-Museum)

- Christine Gerbich ist leider erkrankt -

Was sind eigentlich die Aufgaben eines Museums? Der internationale Museumsverband für Museen ICOM (= International Council of Museums) legt genau diese Aufgaben in einer Definition fest. Diese Definition und die darin formulierten Aufgaben befinden sich im Wandel – damit reagieren Museen auf soziale und (kultur-)politische Veränderungen. Aktuell wurde eine neue Museumsdefinition im August 2022 von ICOM verabschiedet; zuvor nutzte der Verband seit 1946 eine Definition, die zuletzt 2007 geändert wurde. Von 2016 bis 2022 wurde eine erneute Änderung heftig debattiert. In dieser Veranstaltung diskutieren wir über die Relevanz, Übersetzbarkeit und Bedeutung der neuen ICOM-Definition und die Debatten, die um die Änderungen geführt wurden.

 

Zur weiteren Information:

ICOM-Definition seit 2007: „Ein Museum ist eine dauerhafte Einrichtung, die keinen Gewinn erzielen will, öffentlich zugänglich ist und im Dienst der Gesellschaft und deren Entwicklung steht. Sie erwirbt, bewahrt, beforscht, präsentiert und vermittelt das materielle und immaterielle Erbe der Menschheit und deren Umwelt zum Zweck von Studien, der Bildung und des Genusses.“

ICOM-Definition seit August 2022: „A museum is a not-for-profit, permanent institution in the service of society that researches, collects, conserves, interprets and exhibits tangible and intangible heritage. Open to the public, accessible and inclusive, museums foster diversity and sustainability. They operate and communicate ethically, professionally and with the participation of communities, offering varied experiences for education, enjoyment, reflection and knowledge sharing.“

 

Die Referent*innen

Christine Gerbich ist seit 2016 Mitarbeiterin des Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage (CARMAH) an der Humboldt Universität Berlin und forscht dort zu den Zukunftsfähigkeiten von Museen und wie diese durch partizipative Projekte ausgebaut werden können. Zuvor war sie als Evaluatorin und Kuratorin an verschiedenen Ausstellungs- und Vermittlungsprojekten im In- und Ausland beteiligt. Seit 2021 ist sie an der Organisation der Diskussionsreihe Making Museums Matter beteiligt, die sich mit Themen rund um die Möglichkeiten der Veränderung von Museen beschäftigt.

Alina Gromova ist seit Anfang 2022 Leiterin des Bereichs Sammlungen und Ausstellungen der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Von 2016 bis 2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Jüdischen Museum Berlin, Bereiche Migration und Diversität sowie Jüdisch-Islamisches Forum. Seit 2020 Vorstandsmitglied ICOM Deutschland und assoziiertes Vorstandsmitglied ICOM COMCOL (ICOM International Committee for Collecting).

Daniela Bystron ist seit 2018 Kuratorin für Outreach/Programm im Brücke-Museum Berlin. Von 2006 bis 2018 leitete sie die Kunstvermittlung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin und in der Neuen Nationalgalerie bei den Staatlichen Museen zu Berlin. In ihrer kuratorischen und Vermittlungspraxis interessiert sie sich für die Hinterfragung musealer Routinen und kanonischer Wissensbegriffe, räumliche und soziale Settings sowie kooperative Arbeitsformen.

 

Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte des Brücke-Museums über den externen Anbieter youtu.be angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Das Brücke-Museum hat darauf keinen Einfluss. Näheres dazu lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung.

 


Die Veranstaltung wird zusätzlich live online übertragen: zum Livestream

Öffentliche Veranstaltungen sind mit Museumsticket kostenlos. Es ist keine Voranmeldung nötig.

Hinzufügen zu iCal oder Google Calendar