Performance, Diskussion

Interventionen

C& zeigen mit ihrem begehbaren Leseraum Center of Unfinished Business die vielfältigen Auswirkungen des kolonialen Erbes bis heute. Als Lehrbeauftragte der UdK am Institut für Kunst im Kontext, laden sie Studierenden ein, mit temporären künstlerischen Interventionen die Ausstellung „Whose Expression“ zu erweitern:

Die Lücke. Eine Intervention von Nina Berfelde, Valerie Göhring, Valerie Ludwig, Marcel Heise und Max Altenburg, 12–19 Uhr in der Ausstellung Whose Expression? im Brücke-Museum (DE/EN). Akteur*innen der Intervention Die Lücke produzieren in einem Pop-up Copyshop im Ausstellungsraum aus kopierten Objekten der Sammlung, Kunstkatalogen, Trivialliteratur sowie wissenschaftlichen Texten Zines. Auf performative Weise entstehen Publikationen, denen die Instrumentalisierung und Thematisierung von Lücken immanent ist, indem ihre Autor*innen zunächst fragen: Wie agieren innerhalb einer Kunstsammlung, zwischen Wissen aber auch Schweigen, Aufarbeitung und Erneuerung?

Traum / Trauma. Eine Performance von / A performance by Luïza Luz, Chao Li und D’Andrade, 12–17 Uhr, in der Ausstellung Whose Expression? im Brücke-Museum (DE/EN).

D’Andrade ist ein nicht-binärer Musiker*, Dichter* und Schriftsteller*, dessen konzeptioneller Ansatz von Afro-Futurismus und dekolonialer Theorie inspiriert ist. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung investigativer Arbeiten, neuer Erzählungen und Gegenerzählungen. Sounddesign, Codierung, Archive und Interaktionen sind D’Andrades Werkzeuge. D’Andrade war Ko-Kurator* des interdisziplinären Festivals „Jardim Suspenso“ in Brasilien und gründete 2020 das Soloprojekt „Noise Vivarium“, das auf offenen Workshops basiert, in denen Klangexperimente, Dekolonialität und Natur eine große Rolle spielen. D’Andrades Arbeiten wurden international und in Berlin ausgestellt, u.a. in den Sophiensälen, feldfünf, nGbK, Iwalewahaus und beim AKE ARTS & BOOK FESTIVAL in Nigeria.

Li Chao, lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Mitglied der politischen Kunstgruppe SAN PANG. Er beschäftigt sich mit interdisziplinärer und medienübergreifender Forschung in Kunst und Wissenschaft, Soziologie, Philosophie, Psychologie, Ethik und anderen Disziplinen und schafft Kunst in Form von Materialmalerei, Installation, Performance, Sound, Video und Theater. Er ist Mitglied im berufsverband bildender künstler*innen berlin, Mitglied im Kunstverein in Hamburg und Mitglied im China Institute of stage design. Er ist ein vom Beijing Institute for Visual Arts ausgezeichneter Künstler, Resident Artist der Red Gate Gallery, Künstler der Galerie Art in Living Spaces in Deutschland, Künstler der A60 Gallery in Italien, Künstler der Yi Gallery in Shanghai. Seine Werke wurden in mehr als 80 Ausstellungen gezeigt und von Institutionen und Sammler*innen in China, Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Großbritannien, Österreich, Griechenland und anderen Ländern gesammelt.

Luïza Luz (they / them) aus São Paulo, Brasilien, lebt in Berlin, Deutschland. Luïza Luz ist eine transdisziplinäre*r Künstler*in, Pädagog*in und Kulturarbeiter*in, die/der sich mit der Binarität Natur/Kultur in Sprache, Identität und Institutionen auseinandersetzt. Luzs Poetik entwickelt sich aus geschriebenen und gesprochenen Worten, die zu Bildern, Vorträgen, Klangperformances, Installationen und kollaborativen (Un-)Lernorten werden. They machten ihren Abschluss in Bildender Kunst (2017) und studierten auch mit indigenen Autor*innen wie Ailton Krenak und erhielten ein Stipendium des Ökologen Fritjof Capra. Im Jahr 2017 veröffentlichten sie das Buch „T(t)ERRA: Artistic Pedagogical Approaches for The Cultivation of Ecological Cultures“. Im Jahr 2021 integrierten sie das erste Wanwu Council 萬物社 des Künstlers Zheng Bo im Gropius Bau, Berlin. Ihre jüngste audiovisuelle Performance „After Nature Soundscape“ (2020), eine Zusammenarbeit mit der Künstlerin Vi Amoras, wurde in der Gruppenausstellung „Creative Code Art“ in der Lightbox Gallery in New York und in der Ausstellung „UUU - Unbounded, Unleashed, Unforgiving - Reconsidering Cyberfeminism in 2021“ in der New Art City und in der Kommunalen Galerie in Berlin präsentiert. Im Jahr 2021 präsentierten sie außerdem die Lecture Performance „A Grounding Piece of Land“ an der Floating University und gewannen den Preis der Jungen Akademie der Akademie der Künste für ihr neues Projekt „The Privilege of Dreaming“. Luïza Luz ist jetzt MA-Student*in an der UdK - Universität der Künste, Berlin, am Art in Context Institut, wo sie auch die AsTA-Abteilung für Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit koordinieren und für Studierende im Grundstudium das Seminar „Planetary Embodiment: Antike Annäherungen, neue irdische Kulturen“ geben. Website: www.luizaluz.com

 

 

 


Bitte beachten Sie: Die Teilnahme ist nur mit vollständigem Impfschutz oder dem Nachweis über den Genesenenstatus möglich. Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften, sowie eine allgemeine Maskenpflicht.

Hier können Sie sich zwei Wochen vor der Veranstaltung anmelden.

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