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Lise Gujer. Eine andere Art zu malen
Im Dialog mit Ernst Ludwig Kirchner

1922 lernt Lise Gujer den Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner in Davos kennen. Kurz nach dieser Begegnung beginnt sie nach seinen Entwürfen großformatige Bildteppiche herzustellen. Es entwickelt sich eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden, die – mit wenigen Unterbrechungen – bis zu Kirchners Suizid 1938 anhält und zur Herstellung von rund 30 Wirkereien führt. Gujer erweist sich als ideale Sparringpartnerin Kirchners, der seinen eigenen Malstil in den folgenden Jahren aufgrund dieser erfolgreichen Kooperation verändert und flächiger gestaltet, im sogenannten „Teppichstil“.

 

Es handelt sich um die erste Ausstellung, seit mehr als 20 Jahren, die Lise Gujers Werk gewidmet ist. Neben den verschiedenen Fassungen der einzelnen Wirkereien werden in der Ausstellung die einzigartigen Vorarbeiten gezeigt, die einen differenzierten Blick auf die Zusammenarbeit von Gujer und Kirchner erlauben.

 

Die Ausstellung sowie die begleitende Publikation entstehen in enger Zusammenarbeit mit dem Bündner Kunstmuseum in Chur.