Max Kaus – Erich Heckel. Eine Künstlerfreundschaft

 

31.07.2015 – 25.10.2015 im Brücke-Museum Berlin

 

Erich Heckel, Mitbegründer der expressionistischen Künstlergruppe „Brücke“ und Max Kaus, Expressionist der zweiten Generation, lernten sich beim Sanitätsdienst im Ersten Weltkrieg in Ostende kennen. Aus dieser Begegnung wurde eine intensive Freundschaft, die bis zu Heckels Tod 1970 andauern sollte. Schon während der gemeinsamen Zeit als Sanitätssoldaten dienten die beiden Männer nicht nur Seite an Seite, sondern nutzen jede freie Minute um gemeinschaftlich zu malen und zu werken. Der knapp 10 Jahre jüngere Kaus bewunderte Heckel und profitierte von den künstlerischen Kenntnissen und beruflichen Kontakten des Malerfreundes. Es wundert daher nicht, dass Kaus in der Literatur oft als Schüler Heckels bezeichnet wird. Doch einmal nach dem Verhältnis zu Max Kaus gefragt, antwortete Erich Heckel: „Er ist nicht mein Schüler, er ist mein Freund“.

Die aktuelle Ausstellung beleuchtet diese spannende Künstlerfreundschaft und untersucht anhand ausgewählter Motivgruppen den stilistischen und thematischen Austausch zwischen den beiden Malern. Das Brücke-Museum Berlin präsentiert Werke aus der eigenen Sammlung, die maßgeblich durch die Schenkung Heckels geprägt ist, sowie großzügige Leihgaben aus Privatbesitz.

Max Kaus, Selbstbildnis I, 1919, Öl auf Leinwand, 70 x 55 cm, Privatbesitz
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Erich Heckel, Männerbildnis, 1919, Farbholzschnitt, 46,2 x 32,6 cm, Brücke-Museum Berlin
© Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen 2015