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Karl
Schmidt-Rottluff - Explosion der Farbe. 23.September 2005 - 15. Januar 2006 Mit einer Ausstellung, die das Spätwerk Karl Schmidt-Rottluffs in den Mittelpunkt stellt, thematisiert das Brücke-Museum zum 100jährigen Jubiläum der Künstlergruppe "Brücke" einen ganz besonders wichtigen Aspekt: als Gründungsmitglied war Schmidt-Rottluff nicht nur maßgeblich am Aufbau der Gruppe, ihrer strukturellen und künstlerischen Entwicklung beteiligt, sondern spielte auch über das Bestehen der „Brücke“ hinaus eine zentrale Rolle als Vermittler der Idee der „Brücke“ und ihrer Kunst. Das wichtigste Ereignis in diesem Zusammenhang war zweifellos sein Entschluß, ein Museum einzurichten, das exklusiv das Werk der Künstlergruppe „Brücke“ unter einem Dach vereinen sollte. Er betonte „die Historie“ seines Vorhabens, denn „alle Maler der Brücke haben einmal in Berlin gelebt und gearbeitet und haben von Berlin aus gewirkt“. Mit einer Schenkung von 74 Gemälden an das Land Berlin initiierte
er 1964 den Bau des Brücke-Museums, das am 15. September 1967 eröffnet
wurde. Schmidt-Rottluff setzte sich unermüdlich für den Aufbau
einer alle "Brücke"-Künstler umfassenden Sammlung
ein, er konnte u.a. den ehemaligen Mitstreiter Erich Heckel für sein
Projekt gewinnen, der ebenfalls mit umfangreichen Schenkungen besonders
dazu beitrug, die Sammlung um Werke der frühen „Brücke“-Zeit
zu ergänzen. So entstand bis heute die bedeutendste Sammlung an „Brücke“-Werken
sowie von Dokumenten, die die Angliederung eines Forschungsarchivs für
expressionistische Kunst an das Museum möglich machten. Das Brücke-Museum ehrt in diesem Jahr seinen Initiator und Förderer Karl Schmidt-Rottluff mit der Ausstellung seines Spätwerkes, das den Bogen spannt zwischen den charakteristischen Elementen der „Brücke“-Kunst und der zeitgenössischen Kunst der 1950er bis 1970er Jahre. Bis zuletzt war Schmidt-Rottluff Expressionist. Dieses Bekenntnis verteigte er sein Leben lang vor den verschiedensten künstlerischen Moden, wie Neue Sachlichkeit, Abstraktion, Informel, Pop- und Op-Art oder neue realistische Strömungen. Sein Motto „das zu fassen, was ich sehe und fühle und dafür den reinsten Ausdruck zu finden“ verwirklichte er in ganz besonders authentischer Weise in seinen späten Bilder, von denen nun im Brücke-Museum zahlreiche, bisher nie gezeigte Beispiele zu sehen sind.
------------------------------------------------------------ Ausstellungsort: Berlinische Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, Berlin (Kreuzberg) BRÜCKE
- Die Geburt des deutschen Expressionismus Diese großangelegte Ausstellung wird in den Räumen der Berlinischen Galerie gezeigt. Seit ca. drei Jahren bereitet das Brücke-Museum diese umfassende
Ausstellung mit dem Museo Thyssen-Bornemisza vor. Zahlreiche hochkarätige
Leihgaben aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen
lassen diese Übersichtsschau zu einem großartigen Erlebnis
werden. Noch nie konnte man die "Brücke" mit ihren Spitzenwerken
so konzentriert in einer Ausstellung sehen.
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