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Max Pechstein im Brücke - Museum
9.3. bis 10.6. 2001

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Das Werk Max Pechsteins (1881-1955) zählt zu den Höhepunkten der Kunst des Expressionismus. Als Mitglied der Künstlergruppe Brücke, war er entscheidend am Aufbruch zu einer neuen bildnerischen Gestaltung beteiligt. Nach einer Rezeption der Stilmittel Van Goghs 1906 entdeckte Pechstein 1908 in Paris die Malerei von Henri Matisse und den Fauves für sich. Er entwickelte nun seine eigene expressive Ausdrucksweise, die harmonischer und melodischer ist als die seiner Brücke-Kollegen. Die Bilder, die in den Jahren 1909 bis 1911 entstanden, gehören zu den gewagtesten und innovativsten des deutschen Expressionismus. 1912 trennte sich Pechstein von der Brücke. Kubistische Tendenzen wurden vorübergehend bestimmend für sein Werk.

1914 unternahm Pechstein - wie auch Emil Nolde - eine für sein Schaffen bedeutsame Reise in die Südsee. In den 20er und 30er Jahren folgen Aufenthalte in der Schweiz, in Italien, Südfrankreich und Hinterpommern. Sein Stil wandelte sich: eine neue Leichtigkeit des Ausdrucks kam zum Vorschein, das Explosive des Expressionismus weicht einer Abgeklärtheit. Herausragende Portraits und Figurenbilder entstanden . Seit 1933, als Pechstein zu den „entarteten“ Künstlern gezählt wurde, dominierte die Landschaft. Nach 1945 bildete sein expressiver Realismus einen wichtigen Gegenpol zu Informel und Abstraktion.

Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal den kompletten Pechstein-Bestand des Brücke-Museums. Mit über 150 Werken - Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafik - besitzt das Brücke-Museum die umfangreichste Sammlung von Werken dieses Künstlers, so daß ein vollständiger Überblick über sein Schaffen möglich ist. Zahlreiche Arbeiten werden erstmals dem Publikum vorgestellt.

Der begleitende Ausstellungskatalog bildet alle Exponate ab; einführende Beiträge namhafter Autoren und ein wissenschaftlicher Anhang lassen ihn zu einem Nachschlagewerk zur Kunst Max Pechsteins werden.