Ernst Ludwig Kirchner - Meisterblätter.
Zeichnungen aus dem Brücke-Museum Berlin

30. Mai 2008 – 31. August 200


Ernst Ludwig Kirchner

Paar, 1908
Brücke-Museum Berlin
©Dr. Wolfgang Henze,
Ingeborg Henze Ketterer

 

 

Kirchners Zeichnungen sind nicht nur Zeugnisse seiner Kunst, sondern auch ein visuelles Tagebuch seines Lebens, das mit dem Werk des Expressionisten auf intensive Weise verschmolzen ist.
„Kirchner zeichnete wie andere Menschen schreiben“ äußerte sich der Künstler einmal über sich selbst. Kirchners Kunst entspricht in einem hohen Maß dem selbst Erlebten, selbst Gefühlten und selbst Gesehen. Er reagierte stets unmittelbar und direkt auf das Umfeld seines Lebens: Er erfasste die Straßen und die Architektur in Dresden und Berlin, er stellte immer wieder seine Freundinnen und Modelle dar, ebenso die Kokotten des großstädtischen Nachtlebens oder später die Schweizer Bauern und die Alpenlandschaft an seinem Wohnort Davos. Die unterschiedlichen Motive hatten für seine Kunst immer eine gleichwertige Bedeutung. Er zeichnete, wo er sich befand, ob im Atelier oder unterwegs. Tausende von Arbeiten entstanden auf diese Weise.

Die Ausstellung stellt mit insgesamt 100 Exponaten auf umfassende Weise einen faszinierenden Aspekt von Kirchners Schaffen dar und ist für jeden Liebhaber expressionistischer Kunst ein großartiges Erlebnis.

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Rede zur Ausstellungseröffnung am 29. Mai von Dr. Wolfgang Henze, Leiter des Kirchner-Archivs Wichtrach/Bern
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