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Aktuelle Ausstellung: August
Macke und die Rheinischen Expressionisten |
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Im Sommer 1913 organisierte August Macke die heute legendäre "Ausstellung Rheinischer Expressionisten" in Bonn. Es war ihm gelungen, zum ersten Mal die jungen, fortschrittlichen Künstler und Künstlerinnen der rheinischen Moderne zusammenzuführen. Im Rheinland hatte sich seit etwa 1909 eine eigenständige Variante des Expressionismus herausgebildet. Die stilistische Nähe zu Frankreich ist unübersehbar. Insofern unterscheidet sich der Rheinische Expressionismus wesentlich vom impulsiveren Ausdrucksverlangen der Dresdener "Brücke"; eher lässt sich eine Verwandtschaft zur Kunst des "Blauen Reiter" in München feststellen. In der vordersten
Reihe der rheinischen Expressionisten steht August Macke (1887-1914).
Er kann als der französischste aller deutschen Künstler des
20. Jahrhunderts bezeichnet werden. Auf keinen anderen Maler hat das Zeitlos-Klassische
und das Elegante der großen französischen Vorbilder so sehr
gewirkt wie auf ihn. Gleich den Impressionisten und den Fauves, die er
Zeit seines Lebens bewunderte - vor allem Henri Matisse - brachte er in
seinen Bildern die ganze Schönheit des Lebens zum Ausdruck, schilderte
das Dasein in einer nahezu paradiesischen Heiterkeit und Leichtigkeit.
Durch die Berührung mit dem Orphismus Robert Delaunays fand Macke
zu strahlend-leuchtenden Farben, die er auf seine So war er
unter anderem beteiligt an der Vorbereitung der "Internationalen
Ausstellung des Sonderbunds" 1912 in Köln, die mit 650 Werken
und ihren retrospektiven Abteilungen zu u.a. Cézanne, van Gogh,
Munch, einen Überblick über die jüngste Kunstentwicklung
bot. Die 15 Künstler und Künstlerinnen, die Macke in der Bonner Ausstellung von 1913 vereinte, vertraten wie er den Aufbruch zur Rheinischen Avantgarde. Teils stärker dem Fauvismus, teils eher den futuristischen Tendenzen verpflichtet, dominiert bei allen ein ausgeprägtes expressiv-expressionistisches Stilempfinden: Heinrich Campendonk (1889-1957), Ernst Moritz Engert (1892-1986), Max Ernst (1891-1976), Otto Feldmann (unbekannt), Franz Seraph Henseler (1883-1918), Franz M. Jansen (1885-1958), Joseph Kölschbach (1892-1947), Helmuth Macke (1891-1936), Carlo Mense (1886-1965), Heinrich Nauen (1880-1940), Clara-Maria Nauen-Malachowski (1880-1943), Olga Oppenheimer (1886-1941), Paul Adolf Seehaus (1891-1919), William Straube (1871-1954) und Hans Thuar (1887-1945).
Die Ausstellung des Brücke-Museums zeigt ca. 170 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen. Den Hauptteil der Leihgaben stellt das Kunstmuseum Bonn zur Verfügung, ergänzt durch Werke aus weiteren öffentlichen und privaten Sammlungen.
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erscheint ein Katalog mit ca. 340 Seiten und 170 ganzseitigen Tafeln der
ausgestellten Werke. Anschließend wird die Ausstellung vom 18. Januar bis 6. April 2003 in der Kunsthalle Tübingen zu sehen sein. |
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