Ausstellungen

 

„Besten Gruß…“
Künstlerpostkarten der „Brücke“

25. Mai 2012 bis 23. September 2012

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Postkarte durch die österreich-ungarische Postverwaltung als preiswertes Medium für kurze Mitteilungen offiziell eingeführt worden und erfreute sich bald auch in Deutschland großer Beliebtheit. Auch die Künstler der „Brücke“ bedienten sich häufig der Postkarte zum raschen Austausch von Informationen oder dem Versenden einer schnellen Grußbotschaft an Freunde und Förderer. Die gedruckten, gezeichneten oder aquarellierten Postkarten stellen allerdings nicht nur Kommunikationsmittel dar, sondern sie sind kleine Kunstwerke im Miniaturformat. Darüber hinaus geben sie Zeugnis über das Leben und Schaffen der einzelnen Künstler und sind damit als Quellenmaterial für die Forschung von entscheidender Bedeutung. Durch den Poststempel können Datierungsfragen genauer geklärt werden. Die Motive
geben in Einzelfällen eine Vorstellung von heute nicht mehr existierenden Werken oder halten einen erste Idee fest, die später für ein Gemälde oder eine Druckgrafik genutzt wurde.

Das Brücke-Museum zeigt nun erstmals in seinen Räumen eine einzigartige Ausstellung mit 67 Postkarten, die zum größten Teil aus der eigenen Sammlung stammen und durch weitere Exponate aus Privatbesitz ergänzt werden. Der Besucher erhält auf diese Weise die Möglichkeit, einen Eindruck in künstlerische Entstehungsprozesse zu nehmen und anhand der neben den Werken angebrachten Informationsschildchen auch den Inhalt der schriftlichen Mitteilungen zu erfahren.