Kooperationen

IMOBILUS* - Das stille Leben der Dinge

Eine Kooperation von Jugend im Museum e.V., Nord-Grundschule Zehlendorf und dem Brücke-Museum, gefördert aus Mitteln des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung Fördersäule 3

An neun Projekttagen setzen sich Kinder aus der 6. und 7. Klasse der Nord-Grundschule Zehlendorf mit künstlerischen Methoden wie Reduktion, Abstraktion und Kopie auseinander. Ausgehend von den Stillleben von Karl Schmidt-Rottluff im Brücke-Museum geht es um die abstrakte Behandlung von Formen und Farben. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den unterschiedlichen Wirkungen des Lichts und den von ihm gewählten Objekten für die Stillleben. Auch geht es um ein Bewusstmachen des Phänomens, dass einfache Alltagsgegenstände zu Kunstwerken erhoben werden können und das Erkennen warum bestimmte unbelebte Dinge solch einen hohen Stellenwert im Leben haben.

Der Projekttitel „IMOBILUS*“ ist einem Zauberspruch aus den Harry Potter Büchern entlehnt, mit dem jede Bewegung zum Stillstand gebracht wird. Ebenso magisch wie das Verlangsamen und Einfrieren von Dingen, können auch die stillen Dinge des Alltags sein. Angelehnt an die Arbeitsweise des Künstlers werden eigene Alltagsgegenstände der Kinder in verschiedene Medien übersetzt: Sie werden aus Ton gestaltet, gruppiert, skizziert und schließlich mit Gouache auf Leinwand übertragen. Die Kinder sind dabei ExpertInnen ihrer gewählten Objekte. Der Abschluss findet für beide Gruppen gemeinsam statt: aus den Plastiken und Gemälden beider Gruppen entsteht eine Ausstellung, die von den Kindern geplant und inszeniert wird.

Neben der intensiven Arbeit vor Originalen und in der Werkstatt bietet dieses Projekt den Kindern einen spielerischen Einblick in ein Museum ihrer Nachbarschaft und die Möglichkeit eine traditionsreiche Kunstgattung in ihre eigene Gegenwart zu übersetzen.

Antragsteller: Jugend im Museum e.V.
Projektdauer: 1. März – 31. August 2015
Konzept: Laura Mang und Sandra Ortmann
Kontakt: s.ortmann@jugend-im-museum.de
Durchführung: Marian Fuchs (Künstlerin), Laura Mang (Kunsthistorikerin/Projektleitung), Yvonne Redwan (Lehrerin), Bettina Tscheslog (Lehrerin)