Ausstellungen

1. August bis 16. November 2014

Weltenbruch – Die Künstler der „Brücke“ im Ersten Weltkrieg 1914 - 1918

parallel dazu:

Ernst Ludwig Kirchner – Peter Schlemihls wundersame Geschichte, 1915

Abb.: Ernst Ludwig Kirchner, Kämpfe (Qualen der Liebe), 1915
Blatt 3 aus der Folge „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“
Holzschnitt in Schwarz, Rot und Blau, 33,6 x 21,7 cm
Brücke-Museum Berlin, Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung

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Sommer-Workshops im Garten des Brücke-Museums

Anlässlich der Ausstellung „Weltenbruch – Künstler der Brücke im Ersten Weltkrieg“ und der Präsentation des Farbholzschnitt-Zyklus „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ von Ernst Ludwig Kirchner finden im Brücke-Museum im August 2014 Wochenend-Workshops für Erwachsene statt.

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  Zusammenarbeit mit anderen Museen

Kirchner. Das expressionistische Experiment
29. Mai bis 7. September 2014
im Bucerius Kunst Forum, Hamburg
Druckgrafische Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner aus der Sammlung des Brücke-Museums Berlin

Auf der Eröffnung der Kirchner-Ausstellung am 28. Mai 2014 sprach neben der Direktorin des Bucerius Kunst Forums, Frau Dr. Ortrud Westheider, auch die Direktorin des Brücke-Museums, Frau Prof. Dr. Magdalena M. Moeller, einleitende Worte zum Werk Ernst Ludwig Kirchners.

 

 

  Aktuelles

Nachdrucke in limitierter Edition von Meisterwerken Karl Schmidt-Rottluffs

Ansichten und Informationen zu den Editionen

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In der Angelegenheit Kunsthaus Lempertz / H. Hanstein / Beltracchi veröffentlicht das Brücke-Museum aus gegebenem Anlaß erneut die Pressemitteilungen vom 10. September und 15. September 2010 sowie ein Schreiben an Herrn Hanstein vom 10. September 2010 und eine gemeinsame Presseerklärung des Brücke-Museums und des Rowohlt-Vewrlages, um den wieder im Umlauf gebrachten Falsch-Informationen zu widersprechen und den Sachverhalt richtig darzulegen.

Gemeinsame Presseerklärung des Brücke-Museums und des Rowohlt Verlages

Eigene Presseerklärung des Brücke-Museums

Der Rowohlt-Verlag über die Angelegenheit Lempertz / Hanstein / Beltracchi

Darstellung in der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung
Darstellung in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

Presseerklärung vom 10. September 2010
Presseerklärung vom 15. September 2010
Schreiben vom 10. September 2010
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Vier Gemälde von Karl Schmidt-Rottluff im Palais Beauharnais Paris
Am 5. November 2013 fand im Palais Beauharnais - der Residenz der deutschen Botschafterin in Paris – eine Vernissage mit vier Werken des Mitbegründers der Künstlergruppe „Brücke“ und Initiators des Brücke-Museums Berlin, Karl Schmidt-Rottluff, statt.
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  Information

Das Brücke-Museum Berlin ist jetzt auch auf Facebook vertreten – mit aktuellen Informationen und Terminen zu unseren Ausstellungen. Sie finden uns dort unter dem Link: www.facebook.com/home.php?#!/pages/Berlin/Brucke-Museum-Berlin

  Führungen

Öffentliche Führungen:
Jeden Sonntag um 11.30 Uhr
Die Teilnahme ist kostenlos

Führungen für Kinder zur „Weltenbruch“-Ausstellung
„Unruhige Zeiten auf dem Land und in der Stadt“ mit Buch, Stift und Papier
Termine: Sonntags 07.09./21.09./05.10./12.10./09.11./16.11./07.12./14.12. um 15.00 Uhr
Für Kinder ab 8 Jahren
Die Teilnahme ist kostenlos

Workshops für Schulklassen
nach Vereinbarung. Teilnahme kostenpflichtig
Anmeldung unter: (030) 24 74 9888


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  Kooperationen

Kooperationen mit Schulen der Umgebung
Unter diesem Motto ging das Brücke-Museum im vergangenen Jahr Partnerschaften mit verschiedenen Institutionen ein. Darunter die Senioren-Residenz Dahlem, die Königin-Luise Stiftung und die Nord-Grundschule in Berlin-Zehlendorf.

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 Publikationen

Weltenbruch
Die Künstler der Brücke im Ersten Weltkrieg. 1914-1918

Ausstellungskatalog – Hg. von Magdalena M. Moeller, mit Texten von Aya Soika
PRESTEL, Gebunden, 240 Seiten mit 143 Abbildungen in Farbe, 28 €

Die Jahre 1914 bis 1918 erlebten die Maler der ehemaligen Künstlergemeinschaft Brücke in völlig verschiedenen Situationen und an unterschiedlichen Orten. Besonders die Einberufung in den Militär- oder Sanitätsdienst war eine einschneidende Veränderung, doch auch für die Daheimgebliebenen überschatten die Opfer im Bekanntenkreis, der Mangel an Lebens- und Arbeitsmitteln und die ungewisse Zukunft den Alltag. Der Ausnahmezustand „Krieg“ war allgegenwärtig, und wurde als Bruch mit allem Gewohnten empfunden. In acht Kapiteln und einem „Kriegstagebuch“ werden die Schicksale von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff geschildert und mit ihren künstlerischen Arbeiten der Kriegsjahre in Beziehung gesetzt.

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Fränzi und Marzella. Wer sie waren und wie sie sind.
Auf Spurensuche im Brücke-Museum.

Ausstellungskatalog – HG. von Magdalena M. Moeller, mit Texten von Regina Klein, Katja Lindenau, Laura Mang und Jochen Sprentzel
KEHRER, Broschur, 120 Seiten mit 153 Abbildungen in Farbe, 16 €

Zum großen Kreis der „Brücke“-Modelle gesellte sich in den Jahren 1909 bis 1911 die beiden jungen Mädchen Fränzi und Marzella hinzu. Vor allem im Werk von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Pechstein spielen sie eine bedeutende Rolle. Mit ihrer kindlichen Ungezwungenheit, der Leichtigkeit in ihren Bewegungen und ihrer Jugendhaftigkeit inspirierten sie die Künstler in ihrem kreativen Schaffen. Unter den zahlreichen Arbeiten finden sich skizzenhafte Zeichnungen, ausdrucksstarke Grafiken, sowie farbenfrohen Aquarelle und Gemälde.Durch aktuelle Forschungsergebnisse wird in diesem Ausstellungskatalog ein neues Licht auf Fränzi Fehrmann und Marzella Sprentzel geworfen und ihre Bedeutung für die Künstlergruppe unter verschiedenen Aspekten betrachtet

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Zeitenende – Zeitenwende.
Expressionistische Lyrik und die Künstler der Brücke

Monographie – Hg. von Magdalena M. Moeller und Jürgen Baumgarten
KEHRER, Festeinband, 224 Seiten mit 58 Abbildungen in Farbe, 20 €

Die Kunst der »Brücke«-Maler und die expressionistische Lyrik reflektieren die neuartige Realität der modernen Großstadt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Drang nach individueller und künstlerischer Emanzipation, die Aussicht auf Gleichgesinnte und ein aufgeschlossenes Publikum ziehen die Avantgarde nach Berlin. Die »Steigerung des Nervenlebens« (Georg Simmel) in der Millionenstadt – beschleunigter Lebensrhythmus und Gleichzeitigkeit vielfältiger Sinneseindrücke – erweist sich als zwiespältig: Sie fördert Kreativität und bietet ein reiches Spektrum an Themen für innovativen künstlerischen Ausdruck, belastet aber auch die Psyche. Der Faszination eines Lebens frei von den herrschenden Normen des Kaiserreichs steht die Verlorenheit in der anonymisierten Massengesellschaft gegenüber. Die Publikation stellt Bildwerke der »Brücke«-Künstler neben Gedichte bedeutender expressionistischer Lyriker aus den Jahren 1910 – 1914. Deutlich wird, wie die junge Generation der Maler und Schriftsteller mit ihren spezifischen Ausdrucksformen die gleichen Themen umkreist: die Zeitenwende, die Industriegesellschaft, die Attraktionen des Metropolenlebens, die Masse und der Einzelne, Stadtfluchtgedanken und Sehnsucht nach der Natur; schließlich das Grauen des Weltkriegs.

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Kirchner. Peter Schlemihls wundersame Geschichte
Ausstellungskatalog in Sonderedition – Hg. von Magdalena M. Moeller
PRESTEL, Gebunden in Leinen, 192 Seiten mit 156 Abbildungen in Farbe, 68 €
Extras: Acht mehrteilige Ausklappstrecken, auf denen man die einzelnen Motive der Zyklen vergleichend betrachten kann. Am Ende des Buches ist ein Plakat mit allen sechs Zyklen im Überblick in einer Tasche eingelegt.

Der aus einem Titelblatt und sechs Blättern bestehende Holzschnittzyklus „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ nimmt in Ernst Ludwig Kirchners Schaffen eine zentrale Stellung ein. Nach seiner vorzeitigen Entlassung aus dem Kriegsdienst im November 1915 sind innerhalb kurzer Zeit die Illustrationen zu Adelbert von Chamissos gleichnamiger Erzählung entstanden. Die 1813 im Geist der Romantik verfasste Novelle interpretierte er auf ganz subjektive Weise. Er identifizierte sich mit der Hauptfigur, die dem Teufel ihren Schatten verkauft und dadurch zum Außenseiter der Gesellschaft wird. Drangsaliert durch die Zeitumstände, eine durch den Ausbruch des Krieges veränderte Welt, und labil aufgrund seines psychischen Zustands, fühlte sich Kirchner vom Sinn des Daseins, von seinem Leben als Künstler abgeschnitten. Die Schlemihl-Illustrationen sind eine verschlüsselte Selbstdarstellung des leidenden Künstlers. Es existieren fünf komplette Folgen und eine rekonstruierte sowie eine Anzahl Einzelblätter und Probedrucke. Jede der Folgen ist ein Unikat, einmalig in farbiger wie in technischer Hinsicht. Dank zahlreicher Ausklappseiten bietet die prachtvoll bibliophil angelegte Publikation die Möglichkeit, die einzelnen, ganzseitig reproduzierten Motive nebeneinander zu betrachten und miteinander zu vergleichen.

 

 

©Copyright: Erich Heckel: Nachlass Erich Heckel; Max Pechstein: Alexander Pechstein;
Karl Schmidt-Rottluff: VG Bildkunst