Gemälde und Plastik der „Brücke“. Die eigene Sammlung

 

28. März – 3. Mai 2009

Nach über einem Jahr zeigt das Brücke-Museum Berlin im Frühjahr wieder seine Sammlung. Zu sehen werden ca. 80 Gemälde der Hauptvertreter der „Brücke“ sein sowie einige Skulpturen von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff.

Der Rundgang beginnt chronologisch mit den frühen Werken der „Brücke“-Künstler, die noch klar die Einflüsse anderer Kunststile der Zeit, wie den Neoimpressionismus, den Symbolismus oder auch das Schaffen Van Goghs erkennen lassen. Ausgestellt werden selbstverständlich auch zahlreiche Gemälde des „reifen“ Brücke-Stils, wie ihn die Künstler in den Jahren 1909 und 1910 schufen. Da fehlen auch die heimlichen Stars des Museums, wie etwa Ernst Ludwig Kirchners „Artistin-Marcella“ oder „Das gelb-schwarzes Trikot“ von Max Pechstein nicht!

Es schließen sich daran die Berliner Jahre der „Brücke“-Künstler von 1911-1913 an. Die Zeit des ersten Weltkriegs wird vor allem durch Gemälde von Erich Heckel illustriert. Aus den zwanziger und dreißiger Jahren werden zahlreiche Gemälde von Karl Schmidt-Rottluff, dessen künstlerischer Nachlass sich im Brücke-Museum Berlin befindet, zu sehen sein. Es werden auch Werke von Künstlern am Rande der „Brücke“ ausgestellt, wie beispielsweise Emil Nolde, der der Gruppe nur eineinhalb Jahre angehörte oder Otto Mueller, der erst ein Jahr vor ihrer Auflösung Mitglied wurde. Die Ausstellung wird durch selten zu sehende Holzskulpturen Erich Heckels und Ernst Ludwig Kirchner sowie durch Arbeiten befreundeter Künstler, wie Walter Gramatté, Anton Kerschbaumer oder Max Kaus, abgerundet.

 

 

 

 

Ernst Ludwig Kirchner
Artistin – Marcella, 1910
Öl auf Leinwand,
101 x 76 cm,
Brücke-Museum Berlin