Erlebnis Farbe. Aquarelle aus dem Brücke-Museum


23. Juni – 2. September 2007
im Brücke-Museum Berlin


Die Aquarelle der „Brücke“ gehören zum Kostbarsten, was die deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Vom 23. Juni bis zum 2. September 2007 bietet das Brücke–Museum im Rahmen seines 40. Jubiläums einen großartigen Überblick über das Aquarell-Schaffen der „Brücke“ - Maler.
Mit der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe „Brücke“ erhält das Aquarell innerhalb der deutschen Kunst eine neue Bedeutung. Für die Brücke-Künstler mit ihrer Vorliebe für eine spontane Arbeitsweise erwies sich die dickflüssige Ölfarbe häufig als zu schwerfällig und langsam. Mit Begeisterung widmen sie sich daher dem Medium des Aquarells, welches sie zum autonomen Kunstwerk aufwerten. Der rasante Umgang mit den Wasserfarben ermöglichte es den „Brücke-Künstlern, mit neuen, unorthodoxen Gestaltungsmitteln die Kunstwelt des 20. Jahrhunderts zu revolutionieren.
Die Ausstellung unterstreicht mit ihren ca. 130 Exponaten nicht nur den Stellenwert des Aquarells innerhalb der „Brücke“-Zeit, sondern widmet sich auch intensiv der Entwicklung eines jeden einzelnen Künstlers. Dabei beeindruckt insbesondere bei Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff der erstaunliche Umfang, den das Aquarell-Schaffen innerhalb ihres Œvres einnimmt. Die ausführliche Darstellung auch ihres Spätwerkes bis in die 1960er Jahre verdeutlicht die Kontinuität, mit der sie das Aquarell als künstlerisches Ausdrucksmittel nutzen. Ergänzt werden die Arbeiten durch Werke der befreundeten Künstler Max Kaus, Anton Kerschbaumer und Walter Gramatté, die in den 1920er Jahren die Arbeits- und „Ideengemeinschaft“ der „Brücke“ weiterleben ließen.


Ausstellungskatalog
Im Hirmer-Verlag erscheint eine begleitende Publikation mit einem Beitrag von Christiane Remm.