Aktuelle Ausstellung:

Emil Nolde — Die Bergpostkarten
18. November bis 11. Februar 2007 im Brücke-Museum Berlin


 

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Schon in jungen Jahren war der Maler Emil Hansen (1867-1956), der sich später nach seinem Geburtsort Nolde nannte, viel herumgekommen und wechselte häufig den Wohnort. Seine freie Zeit verbrachte er so oft wie möglich „...bei meinen Freunden, den Bergen."

Inspiriert durch lokale Sagen und Märchen, ersann er um die einzelnen Bergformationen poesievolle Geschichten, denen er in seinen Postkartenmotiven mit humoristischem Akzent Gestalt verlieh. In gekonnter Manier versieht er die Naturvorbilder mit detaillierten Gesichtszügen und lässt somit den Stein lebendig werden.
Die ersten Bergpostkarten entstanden 1894, zunächst als aquarellierte Zeichnungen; die Serie wurde in den kommenden Jahren weiter fortgesetzt.
Wegen der ausgelösten Begeisterung und Anfragen von Sammlern, entschloss sich Nolde 1897, seine Bergpostkarten aus eigenen Mitteln — mit erspartem und geliehenem Geld — in Druck gehen zu lassen. Die erste Auflage von 100.000 Karten war innerhalb von zehn Tagen vollständig vergriffen.
Der Gewinn, den Nolde aus dem Verkauf der Karten erzielte, bildete den finanziellen Grundstock für seine weitere Laufbahn als Künstler. Seine Bergpostkarten wurden 1899 auf der Internationalen Ansichts-Postkarten-Ausstellung in Nizza mit der goldenen Medaille prämiert.

Mit der Erwerbung einer vollständigen, hervorragend erhaltenen Serie aus Privatbesitz, hat das Brücke-Museum nun die Gelegenheit, der Öffentlichkeit diese herausragenden Zeugnisse märchenhafter Bergwelt-Idylle aus dem frühen Schaffen Emil Noldes in seinen Räumen zu präsentieren.
Der Besucher erhält mit dieser Ausstellung poetisch-karikaturhafter Naturmotive die Möglichkeit, sich ein Bild zu machen von Noldes außergewöhnlich phantasievollem Schaffen vor der Begegnung mit der „Brücke", seinem kreativen Humor und seinen vielfältigen Facetten als Künstler.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der sämtliche Bergpostkarten in Farbe abbildet. Ca. 130 Seiten. Preis: ca. 20 Euro (Änderungen vorbehalten)